Die drei Kronen sind ein nationales Emblem von Schweden, das das Wappen und den schwedische Luftwaffenreigen präsentiert, aber diese Mal spreche ich von den drei französischen Radsportlern, die dreimal hintereinander den Sommer Deaflympics Straßenwettbewerb gewonnen haben. Ich betrachte den Straßenwettbewerb als den meist angesehenen Wettbewerb in Radsport, da es eine kraftvolle Demonstration der Lebenskraft ist zusammen mit Geschwindigkeit, Bestimmung und technischen Taktiken, die je Schlüssel dazu sind in diesem hochangesehenen Straßenwettbewerb zu triumphieren. Aus heiterem Himmel gewann Bernard Barugola bei den Deaflympics in Rom, und wieder ein Franzose, David Cloux, gewann in Melbourne. Und dieses Mal siegte der Franzose Steeve Touboul in Taipeh. Welches Geheimnis verbergen sie in ihren Füßen? Allerherzlichste Glückwünsche nach Frankreich.
Terence Parkin aus Südafrika
Terence Parkin gewann Silber über 200 Meter Brust und belegte Platz fünf über 400 Meter Lagen bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000. Er belegte bei den Gehörlosen Radsportmeisterschaften in San Fransisco Platz 3. Dann gewann er Bronze im Radsport in Taipeh direkt nachdem er Gold im Schwimmen errang. DA ist etwas an ihm. Er hat die Ausdauer und das Talent, die man braucht, um in diesen zwei Sportarten zu gewinnen. Ein donnernder Applaus für Terence!
Radsport Weltmeisterschaften
Die 13. Radsport Weltmeisterschaften werden am Mount-Tremblant, ca. 75 km nordwestlich von Montreal/Quebec in Kanada ausgetragen. Die Veranstaltung findet im Juni 2011 statt (nicht im Juli), das exakte Datum liegt zwischen dem 3. und 12 Juni. Dazu später mehr.
Bobby SKEDSMO
ICSD TD - Radsport
Bericht aus Deutscher Gehörlosen Zeitung - Nr. 10/2009
Wahnsinnritt von Fichtelbergbis Arkona 624 km mit Rennrad Nonstop
Bericht vom Radsportler Stefan Zierold
Nach langer und guter Vorbereitung startete ich am 20.Juni 2009 mit insgesamt 180 Startern um10 Uhr oben auf dem Fichtelberg 1215 Höhenmeter ( Erzgebirge) zur Fernfahrt an die Ostsee zum Kap Arkona 0 Höhenmeterauf der Insel Rügen624 km ohne Etappen direkt Nonstop innerhalb 24 Stunden Limit.
Ja ich schaffte nach 19 Stunden und 45 Minuten netto mit einigen anderen glücklich aber mit stellenweise Gliederschmerzen die Ostsee am sonnigen Sonntagmorgen gegen 9.45 Uhr. Was für ein Wahnsinn, habe selbst vorher nicht geglaubt das ich es schaffe.
Die Durchschnittgeschwindigkeit wurde in unserer Gruppe 32 Km/hermittelt.
Die Versorgung waren sehr guthatte nie einen Hungerast bekommen .Unterwegs wurden 7 Verpflegungsstelle eingerichtet es gab Nudelsalat ,belegte Brötchen, Banane, Apfel, heiße Brühe sogar Schokolade und Riegel also alles Kohlenhydrate Nahrung. Ganz wichtig ausreichend Getränke war im Angebot.
Nach dem geschlossenen Start in Fichtelberg ging es durch Chemnitz und von da an wurde in 4 Leistungsgruppen gefahren und ich fuhr in Gruppe 2 mit. Die Fahrt ging weiter über Rochlitz , Grimma, Eilenburg. Von da an ging es Flach ins Land Brandenburg durch die Städte Bad Düben, Wittenberg, Potsdam, Oranienburg . Dann bricht die Dunkelheit herein und nun müssen wir mit Scheinwerfer weiterradeln durch das hügelige Mecklenburg und es wurde leider auch regnerisch. In Mecklenburg passieren wir die Orte Gransee, Neustrelitz, Neubrandenburg, und Demmin. Im Morgengrauen erreichen wir Stralsund und überquerten den alten Rügendamm und am Vormittag erreichte ich in meiner Gruppe 2 das Ziel, die Arkona. Welch ein herrliches Gefühl.
Von den 180 Startern erreichten 150 das Ziel und die restlichen 30 gaben auf.
Natürlich gab es auch Pannen und Stürze auf der langen Fahrt, aber die Begleitfahrzeuge haben uns gut unterstützt. Es wurde schnell Rad gewechselt so das man schnell wieder Anschluss zur Gruppe hat.
Nach dem Zielankunft haben wir leider das Baden in der Ostsee vergessen weil wir zuviel Bier getrunken haben und alle dann in Schlafohnmacht gefallen sind.
Ja das ist eine neue Erfahrung für mich was ein Mensch aushält, wenn man den Willen hat und Konzentration und natürlich gute Trainingvorbereitung ist man bereit das Unmögliche zu schaffen. Habe vor dem Fichkona Start insgesamt von Januar bis Juni bereits 6500 Radkilo-meter absolviert. Im Jahr 2008 fuhr ich 12000 km mit Rad.
Am Samstag, 4.Juli startet also wieder die „Tour de France“. Und Millionen Menschen werden wieder am Straßenrand in den Start- und Durchfahrtsorten, den Zielorten und besonders an den Strecken der schweren Bergetappen stehen. Es ist zwar ein nationales Ereignis der Franzosen, aber mittlerweile fibern Millionen aus aller Welt bei dieser Veranstaltung mit und viele nehmen sich in diesem Zeitraum ihren Urlaub und stehen am Straßenrand und auf den Bergetappen um die Kämpfe der Radsportler hautnah mitzuerleben.
Auch wenn sie die Fahrer nur Sekundenlang im vorbeifahren sehen können imponiert die Begeisterung dieser Millionenschar für den Radsport den unbedarften Betrachter doch sehr.
Die Anhänger der Radsportler nehmen erhebliche Strapatzen in Kauf um die Rennfahrer hier persönlich im Wettkampf zu erleben und mit vielen Gleichgesinnten aus aller Welt Freundschaft zu schliessen im Bewustsein, dass alle Menschen leiden müssen und hoffen den Kampf siegreich beenden zu können.
Und die Sportjournalistik – besonders die Deutsche ? Was macht die?
Wir können uns also während der Tour de France gewiss auf eine Berichterstattung einstellen, wo in jedem Etappenbericht Doping erwähnt wird. Dass die deutschen Sportjournalisten mit dieser Berichterstattung auch der Deutschland-Tour den Todesstoss gegeben haben, ist diesen bis heute wohl noch nicht ins Bewusstsein gekommen. Aber es ist irgendwie typisch für die deutsche Sportjournaile, Skandale ausfindig zu machen und dann diese bis zum letzten abzufisseln bis auch der letzte Mohikaner sich ins Jenseits begibt und das Projekt stirbt. Auf den Gedanken zu kommen, dass die negativ berichtenden Journalisten damit Arbeitsplätze und wirtschaftliche Strukturen vernichten, sind diese sicherlich nicht gekommen.
Man müsste diese Journalisten in die Pflicht nehmen eine neue Deutschland Rundfahrt zu organisieren. Aber da kann man ewig warten. Niedermachen ist eben einfacher als etwas Aufbauen.
Glaubt wirklich jemand dass nur Radsportler gedopt sind und nicht auch die Politiker. 12, 14 oder mehr Stunden am Tag im Einsatz kann kein normaler Mensch tagtäglich ohne diverse Hilfen verkraften. Und die Manager großer Konzerne? Wer kontrolliert diese. Die können sich sicher nicht mit Wasser und Brot ihre Positionen erhalten.
Wie wäre es wenn wir die „Dopingdaten“ von Bundeskanzlerin Frau Merkel und ihrem Kabinett und den anderen Landesfürsten erbitten würden. Und auch von den Journalisten. In vielen Bereichen ähnelns sich die Berichte in den Gazetten. Einer schreibt und viele nehmen sich dies als Vorlage und wandeln es dann entsprechend der politischen Couleur ab.
Aber wie ist doch ein Sprichwort in Abwandlung“: „Einer nimmt, und tausend nehmen“
Eigene Ideen und Inspirationen braucht man da nicht mehr.
Wir, das Radsportvolk in Deutschland freuen sich auf die Tour de France, allen Dopingschreiberlingen zum Trotzt.. Wir wünschen dass die Sportjournalisten ihrer Verantwortung gerecht werden und über die Rundfahrt objektiv berichten. Hinweise auf Dopingvergangenheit oder Dopingverdacht gehören für das Radsportvolk zum strafbaren Tatbestand. Sollten diese in den Berichten erwähnt werden zeigen diese Berichte die Unfähigkeit der Berichterstatter. Dann wäre es besser dass die deutschen Gazetten wegen Unfähigkeit von einer Berichterstattung gänzlich absehen.
Das Radsportvolk kann sich glücklicherweise umfangreich im Internet und bei Eurosport informieren.
Schön wäre es aber, wenn diejenigen Sportjournalisten, welche die Deutschland-Tour kaputt geschrieben haben, diese selbst wieder organisieren.
Wie gesagt: kaputt machen ist leichter, als etwas aufbauen
Deutschland braucht die Deutschland Tour wieder- Und auch Journalisten sind gedopt – mit Bier, Vino, Zigarren, Psychopharmaka – wer kontroliert diese bitte?
Gottfried Paulus
7. Juni 2009
Markus Posset erstes Rennraderlebnis
Hm- es gibt sicher einige gehörlose Radsportler, welche sich auch an Radtourenfahrten beteiligen. Zu einem Kontakt mit der Radsportsparte im DGS trauen sich leider nur wenige.
Einer traute sich dann doch- Markus Posset (GBF München). Einst eingefleischter MTB Freak wurde durch einen Aufenthalt in Nauders von dem dortigen Hotelbesitzer animiert, sich mit einem Rennrad auf Trainingstour zu begeben. Und Markus fand gefallen an diesem Sport. In diesem Jahr besorgte er sich ein nagelneues Rennrad. Schade nur dass es mit einer Teilnahme beim Internationalem Radsportmeeting am 23. Mai in Landshut nicht klappte.
Aber am 7.Juni traute er sich dann doch, seine erste Radtourenfahrt mit Gottfried Paulus, dem Gehörlosen Radsportexperten, zu unternehmen. 115 km durch das Dachauer Land standen auf dem Programm. Etwas Bammel hatte Markus sicher vor dem Start. Aber der erfahrene Gottfried Paulus beruhigte ihn und sicherte ihm einen guten Start. In einer 8 köpfigen Gruppe starteten beide und hatten bis zum Beginn der ersten Anstiege eine tolle Gruppenfahrt.
Leider drehten dann nach Führungswechsel die nachfolgenden Fahrer das Tempo hoch, so dass die Gruppe auseinander brach. Das war eigentlich schade, denn nun musste man schauen wo man blieb. Gottfried der erfahrene fuhr clever immer mit anderen. Markus der unerfahrene, welcher seine erste Tour, über 115 km absolvierte fuhr sehr unorthodox. Es wird noch eine Weile dauern bis Markus versteht wie man gut und richtig mit dem Rennrad fahren soll.
Trotzdem nach 4.10 Stunden für die 115 km (es waren aber wohl 120 km) war Markus Posset Happy, dass er die Tour geschafft hat. Gottfried kam mit einem Compagnon, welcher auf den Anstiegen seine Liebe Not hatte, und auf welchen er Rücksicht nahm,knapp 6-10Minuten später am Zielort an.
Markus Posset war sehr beeindruckt von dieser Veranstaltung und konnte sich nach dem Zieleinlauf mit Gottfried Paulus dem gehörlosen Radsport-Experten über Radsport-Internas informieren und diskutieren.
An der am 12.Juli stattfindenden Voralpenland-Tour mit Start in Müchen-Ottobrunn wollen sich beide wieder beteiligen. Vielleicht trauen sich weitere Gehörlose zur Teilnahme- was beide toll fänden. (Bericht: Gottfried Paulus)
Markus Posset (links) und Gottfried Paulus (rechts) nach erfolgreich absolvierter Tour bei eimem Abschlusstrunk...
Internationales Radsport-Meeting in Landshut
Harald Becht und Axel Knuth erfolgreich
Landshut, 23.Mai 2009
20 Jahre nach der Gründung des Gehörlosen Sportvereins Landshut, wo als erste Sportveranstaltung ein internationales Radsport-Meeting mit annähernd 50 Teilnehmern durchgeführt wurde, organisierte der GSV Landshut zu seinem 20-jährigen Bestehen erneut ein internationales Radsport-Meeting. Leider fanden sich diesmal nur 15 Teilnehmer ein, obwohl mehrfach international und national auf die Veranstaltung hingewiesen wurde.
Trotzt der geringen Beteiligung war es eine gelungene Veranstaltung und die Teilnehmer zeigten hervorragenden Sport und die anwesenden Zuschauer waren beeindruckt von den Leistungen der Radsportler.
Für die Teilnehmer standen 2 Wettbewerbe auf dem Programm. Vormittags ein Einzelzeitfahren über 18 km und nachmittags ein Straßenrennen über 8 Runden (72 km) auf einer 9 km welligen Rundstrecke. Von den Mitgliedern des ausrichtenden Vereins fast profihaft organisiert, fanden die Teilnehmer beste Bedingungen vor, und da die Sonne den ganzen Tag vom Himmel strahlte wurde das nachmittägliche Strassenrennen zu einer kleinen Hitzeschlecht.
Im ersten Wettbewerb, dem Einzelzeitfahren über 2 Runden, siegte Harald Becht (Wiesbaden/GSV Landshut) überlegen. Harald Becht bewältigte die 18 km Distanz in 26.33 Minuten mit einem Schnitt von 41 km/std. und distanzierte den amtierenden deutschen Zeitfahrmeister Jens Preissner (GSBV Halle) mit über 2 Minuten Rückstand auf den Ehrenplatz. Platz 3 sicherte sich Johnny Schelpe aus Kortrijk / Belgien.
Für eine Überraschung sorgte das „Berliner Kindl“ Axel Knuth im 2.Wettbewerb, dem über 8 Runden führendem Straßenrennen. Nach einem spannenden und umkämpften Rennverlauf überquerte der Berliner mit knappen Vorsprung vor den Verfolgern und außer sich vor Freude nach 72 harten Kilometern den Zielstrich und feierte seinen ersten Radsporterfolg. Platz 2 sicherte sich Luc Uzeel (Belgien) mehrfacher ehem. Weltmeister vor dem amtierenden deutschen Straßenmeister Holger Kleefuss (Neuwied) sowie dem Sieger des Zeitfahrens Harald Becht (GSV Landshut).
Wir sind jetzt noch im tieftsen Winter. Kaltes stürmisches und ungemütliches Wetter laden nicht gerade dazu ein an ein Strassentraining zu denken. Dennoch haben viele bereits damit begonnen und bereiten sich –dick eingemummt- auf die neue Saison vor. Ab Mitte Februar haben es die Flughäfen vermehrt mit dem Ansturm von Radsportlern zu tun, welche zu Trainingslagern nach Mallorca, Tenneriffa, Sardinnen usw. jetten und dort bei höheren Temperaturen als in Deutschland möglichst viele Trainingskilometer zu sammeln um dann bei den ersten Rennen ab Mitte März eine gute Figur abgeben zu können.
Zwar ist der Radsport nun weitgehend mondialisiert , so dass es praktisch keine Erholungsphase mehr gibt, dennoch markieren in Europa zwei Veranstaltungen Fixpunkte einer Saison. Mit der Lombardei-Rundfahrt in Italien Mitte Oktober endet die europäische Strassensaison und mit dem Rennen „Stern von Besseges“ in Südfrankreich Anfang Februar beginnt eine neue Saison. Erfreulich ist das der Streit in den oberen Etagen der Radsport Hierarchie anscheinend beigelegt ist, so dass nun wieder alle an einem Strang ziehen. Die großen Rundfahrten wie Tour de France, Giro d´Italia, Vuelta d´Espana usw. die großen Eintagesrennen (Mailand-San Remo, Flandern Rundfahrt usw) werden weiterhin das Radsportvolk begeistern. Allein Deutschland steht mit dem Verschwinden der Deutschland-Rundfahrt, dem verschwinden weiterer kleinerer Rundfahrten und diverser Eintagesrennen als Verlierer da. Trotzt der großen Zuschauerzahlen bei den einzelnen Etappen der Deutschland Tour-was Möglichkeiten aufzeigt, ist die Einstellung der Verantwortungsträger für den Fortbestand der Deutschlandtour zu kämpfen nicht sonderlich ausgeprägt. Dass nun die ARD einen Rückzieher macht und die Tour doch übertragen wird, hilft der Deutschlandtour nicht mehr aus dem Grab, wohin sie im Zuge der Dopingberichterstattung befördert wurde.
Trotzdem freuen wir uns auf spannende Rennen bei den Life Berichterstattungen, welche man ja bei Euro-Sport sehen kann. Und wir hoffen dass sich die jungen deutschen Fahrer wie Gerald Ciolek, Linus Gerdemann und Co gut in Szene setzen können.
Auch bei uns gehörlosen Radsportfreunden wird es im Jahr 2009 wieder einige Veranstaltungen geben. Es wird versucht eine MTB Gruppe aufzubauen und auch im Triathlon sollte endlich etwas laufen. In beiden Disziplinen wurden zwischenzeitlich mit Axel Krennrich (MTB) und Jan Wittkowski (Triathlon) Kontaktpersonen bzw. Ansprechpartner eingesetzt, die versuchen die Interessenten zu bündeln.
Im Straßenradsport wird es das gewohnte Programm mit 3 Veranstaltungen geben. Am 23.Mai findet das internationale Meeting in Landshut statt. Im Juli ist ein Treffen/Lehrgang in der Eifel geplant und am 12.September wird der neue Deutsche Gehörlosen Meister in Halle/Saale ermittelt.
Nachdem nun auch eine MTB Radsport-Europameisterschaft durchgeführt wird, sollten sich MTB-Radsportler, ebenso wie Strassenradsportler melden, damit der DGS hierzu Nationalteams aufbauen kann und bei diesen Europameisterschaften wieder mit vertreten ist.
Bange::? Sagen wir es mit Obama: Yes we can! Also worauf wartet ihr, traut euch. (gp)
30.10.2008
Lautertal-Bike Marathon
In den Ergebnissen von 2007 waren folgende Gehörlose dabei:
Gerald Mielke-Weyel
Frank Hoffmann
Markus Frank
Andreas Rüger
2008 haben sich ausser mir keine weiteren Gehörlosen angemeldet oder die
Maximalteilnehmerzahl von 750 Personen war schon erreicht.
Wegen der Streckengenehmigung gab es eine Begrenzung um Schäden in der Natur
niedrig zu lassen.
Am Sonntag, 12.Oktober 2008 fand der 3. Lautertal Bikemarathon in Spiegelberg zwischen Stuttgart und Heilbronn statt.
750 Teilnehmer darunter ein Gehörloser konnten 3 Strecken zu 27, 54 oder 81 km mit dem Mountainbike fahren. Bei schönem trockenen Wetter starteten die 3 Gruppen ab 9.00 Uhr. Darunter auch der Bürgermeister.
Während des warmfahrens , hatte ich den Start meiner Gruppe schon verpaßt, was kein Problem war, weil die Zeiten mit einem Chip am Armband drahtlos gestoppt wurden. Gleich nach dem Start bergab und auf ebener Strecke wurden
viele andere Fahrer überholt, dann kam die 1. Steigung, nur 2 Personen hatten nebeneinander Platz und der Wegwar dicht. Anschliessend verteilten sich die Teilnehmer auf den Schotterwegen, Walddurchfahrten und Singletrails.
Auf den Steigungen konnte man ans Leistungslimit rangehen und die Abfahrten
voll konzentriert meistern.
Eine super Strecke, anstrengende Steigungen und scharfen Abfahrten mit Verpflegungsstelle unterwegs in schöner Landschaft.
Nach einer guten Zeit von 1Stunde 49 Min war das Ziel erreicht, als 96. unter 188 Startern der kleinen Runde mit 27 km und 655 knackigen Höhenmetern.
Anschliessend bekamen die Teilnehmer Urkunden, Teilnahmetrikot und auf die
Startnummern gab es eine Tombola mit schönen Sachpreisen für Fahrradliebhaber.
Es wäre super,wenn nächstes Jahr wieder mehrere gehörlose Teilnehmer dabei sind.
Karl Wachter
29.10.2009
Radsport - Trainingstreff im Süden Deutschlands
Ein sonniges Wochenende erlebten die Teilnehmer am Radsport-Trainingstreff der DGS-Sparte Radsport vom 17.10.-19.10.2008 im Kaiserstuhl und in den Vogesen. Insgesamt trafen sich in Breisach 6 Pedaleure und absolvierten bei herrlichem Spätsommerwetter 3 gemeinsame Trainingsfahrten über insgesamt 250 km.
Die Tour am Samstag ging auf das Dach der Vogesen zur "Col de Schluz" ( 1250 m hoch ), es war eine Strecke von 130 km, der Anstieg hatte es in sich, 12 km bergauf bei einer Steigung von max. 7 Prozent.
Die Teilnehmer waren sehr aktiv und es gab am Anstieg schon gleich eine Spitzengruppe in der auch der junge Peter Craxton mit 17 Jahren dabei war. Er war einer ersten auf dem Gipfel. Spartenleiter Mielke-Weyel hat es sich gemütlich angehen lassen und die Aussicht genossen.
Als Einstieg des Treffens fand am Freitag eine 77 km Rundfahrt durch den sonnigen Kaiserstuhl statt, wo die gehörlosen Radsportler viele Jahre lang ihre Lehrgänge absolviert hatten. Leider musste an diesem Tag auch ein Sturz notiert werden. Nestkücken Peter Craxton war etwas unvorsichtig und kollidierte mit seinem nebenmann und hatte eine ramponierte Hinterradfelge, welche nach dem training in einem Radgeschäft ausgetauscht wurde, damit er an den folgenden Tagen in guter Montour weiter teilnehmen konnte.
Zum Abschluss des Treffens fand dann am Sonntag noch ein Leistungstest für mögliche Kaderaspiranten statt. Leider war es an diesem Vormittag neblig und recht kühl (6 Grad). Die Sonne brauchte ihre Zeit bis sie die Oberhand gewann. Auf einer 10 km Strecke auf der französischen Rheinseite konnten Peter Craxton und Holger Kleefuss unter diesen nicht optimalen Bedingungen keine Spitzenzeiten erreichen, aber mit ihren Zeiten haben beide einen Anhaltspunkt für nächste Tests über eine 10 km Distanz.
Daneben wurde die Planung für das kommende Sportjahr 2009 besprochen, wo es mit dem Internationalem Radsportmeeting am 23.Mai im Mai in Landshut und der Deutschen Meister-schaft ( im September ) in Halle an der Saale zwei herausragende Veranstaltungen gibt.
Vorgesehen ist auch wieder ein Treffen/Lehrgang welches Anfang Juli in der Eifel stattfinden soll.
Bedanken möchten ich mich bei allen Teilnehmern die mit viel Freude an der Sache dabei waren.
Nun wünsche ich allen Radsportfreunden noch eine schöne Herbstzeit.
MTB-Tour in Schwangau Mit 8 Mann machten wir am Samstag 9.August 2008 eine MTB-Tour in Schwangau. Dort trafen wir den Gehörlosen Sportkameraden Christian Kotz. Er führte uns den Weg vorbei am Schloss Neuschwanstein hinauf zum Berghütte (1430m ). Es gab teilweise über 20 prozentige Anstiege, was für einige sehr schwer zu schaffen war. Markus Faußner hatte zwischendurch leider mehrmals Reifenpannen. Reifenpannen gehört einfach dazu!!! Auf der Berghütte machten wir eine verdiente Pause. Danach fuhren wir die gleiche Strecke wieder hinunter, was nicht ungefährlich war, aber es kamen alle heil wieder unten an!! Nach anstrengender Tour gingen wir in ein Gasthaus, dort gab es leckeres Essen und gute Unterhaltung! Gruß von MTB-Team Donau-Ries
Dabei waren: (Foto vor der Berghütte) von links nach rechts:
1. Christian R. aus Nördlingen
2. Alex F. aus Donauwörth
3. Jürgen B. aus Oberndorf am Lech
4. Cousin von Christian K. aus Schwangau
5. Arno P. aus Donauwörth
6. Markus H. aus Landshut
7. Markus F. aus Donauwörth
8. Christian K. aus Schwangau
Alexander Faußner (GSV Landshut) berichtet:
Rennrad-Tour auf die Postalm
Am 1.08.08 bis 3.08.08 machten wir Urlaub in Ramsau am Dachstein. Samstag sind wir mit dem Rennrad die anstrengende 15 km Strecke hinauf zur Postalm (ca 1300m) gefahren. Es soll die größte Alm von Österreich sein! Wir hatten einen schönen herrlichen Rundblick gehabt, wenn auch das Wetter zum Teil etwas schlecht war. Am ende der Tour hatten wir auf dem Tacho 64 km, was für den Profis nicht gerade viel ist. Aber ich musste auf dem Neuling Arno Puchtinger achten, das es für ihn nicht zuviel wird für den Anfang. Es war seine erste Tour, die er mit mir machte. Am 2.Tag Sonntag machten wir noch eine kleinere Tour rund um den Wolfgangsee. Insgesamt war es ein tolles Erlebnis und wir hatten viel Spaß bei den Touren!
Grüße von den Radsportkameraden Alex und Arno
23.10.2008
Hallo
Ich schreibe eine Reportage über den Trainingstreff in Breisach.
Breisach und der Radsporttreff gefallen mir sehr gut. Vor allem gab es keinen Regen. Der Wettergott schenkt uns schon ein schönes Wochenende. Am ersten Tag war es alles okay. Da bin ich einmal leicht gegen Frank gestürzt. Ich hatte Pech und hatte von dem Sturz eine defekte Hinterradfelge. Mein Hinterrad ist schon im Friedhof. Mit meinen Hinterrad hatte ich viele Erfolge. An diesem Tag fuhren wir 6 Gehörlose eine 77 km lange Runde. Im Kaiserstuhl ist es schön wegen der herbstlich gelben Weinberge. Wir trainierten in guter und flotter Harmonie zusammen. Nach Rückkehr vom Training kaufte ich eine neue Hinterradfelge „Mavic“, sonst könnte ich am nächsten Tag schlecht mitfahren. Am Abend genossen wir ein leckeren Abendessen. Dann saßen wir noch zur Unterhaltung zusammen und unser Holger spendierte uns eine Runde Bier. Dann ging ich früh ins Bett, weil ich, wegen der weiten Anreise früh aufstehenmusste
Am zweiten Tag entschieden wir uns für die Vogesen-Tour und gegen die Schwarzwald-Tour. Am Morgen war starker Nebel, wo man nur 30 Meter weit sehen kann. Ich trug Handschuhe und warmen Pullover.
Dann kam Uli Hollinger und begleitete uns nach Frankreich. Er gab uns Informationen über Verkehr und Anstieg.
Wir fuhren los in Richtung Colmar und Vogesen. Ich freute mich schon auf Frankreich, weil ich die "Tour de France" kennenlernen möchte. Später verfolgte ich Frank und Holger mit Motivation auf dem 12km langen Anstieg. Kurz in der Mitte des Anstieges war ich vorne. Auf dem Gipfel kam ich zwei Minuten später. Trotzdem wurde ich zum Bergkönig ernannt. Ich wartete auf die lange Abfahrt. Ich sah die Vogesen nur braun und felsengrau und fand sie trotzdem schön. Ich hatte viel Spaß. Auf der Abfahrt fuhr ich vorsichtig. Am Ende stand mein Tacho 128 km und 5 Stunden. Ich war heil und gut gelaunt. Am Abend waren wir bei einem italienischen Essen mit dem DGS Radsport-Betreuer und Gast Lothar Schoor zusammen.
Am letzten Tag und Sonntag machte ich einen Leistungstest. Ich folgte den Anweisungen von des Radsportleiters Gerald. Es war kalt und wieder neblig. Ich wurde nicht genug warm beim „Warmfahren“. Dann fuhr ich mit voller Mühe 10 km lang mit 18:17 min. Holger Kleefuß gewann gegen mich wie im letzten Jahr in Trier.
Dann freute ich schon auf Zuhause und meine Familie mit Hund Hannibal.
Schöne Grüße noch,
Peter
Abschied vom Radsportjahr 2008!
Einen guten Verlauf bei schönem warmen Herbstwetter nahm der Trainingstreff der gehörlosen Radsportler am Wochenende vom 17-19.Oktober in Breisach.
Am 18.Oktober unternahm die Gruppe bei schönstem Herbstwetter eine 128 km Tour in die Ausläufer der Vogesen mit einer kilometerlanger Kletterpartie.
Am 19.Oktober wurde für mögliche Nationalfahrerkandidaten ein Leistungstest absolviert.
Ein ausführlicher Bericht und Fotos folgen in Kürze - siehe oben
von links: Frank Krämer, Peter Craxton, Gerald Mielke-Weyel, Holger Kleefuss, Jürgen Zahn und Uli Hollinger
hier nach einer schweisstreibenden Kletterpartie in den Vogesen
Am Samstag, 18.Oktober 2008 endete die internationale europäische Radsportsaison traditionell mit der Lombardei Rundfahrt. Hunderttausende Radsportbegeisterte an der Strecke bildeten wiederum ein imposantes Spalier für die Giganten der Landstraße. Und mit Damiano Cunego dem „kleinen Prinzen“ gewann ein ganz Großer der Radsportszene dieses prestigeträchtige Rennen, welches u.a. an der Radfahrer-Wallfahrtskapelle Madonna Gishallo mit den legendären Skulpturen Fausto Coppis und Gino Bartalis vorbei führte.
Tage vorher vernahm die deutsche Sportwelt die Entscheidung, dass sich ARD und ZDF von der Berichterstattung der Tour de France zurückziehen. In derem Gefolge wurde die Deutschland-Tour 2009 abgesagt und wahrscheinlich werden auch weitere deutsche traditionsreiche Rennen von der Bildfläche verschwinden. Ein Trauerspiel sondergleichen!
Die Entscheidung der ARD und ZDF Programmdirektoren löste bei den Internationalen Medienzentren nur Kopfschütteln und Unverständnis aus und auch der Großteil der deutschen Radsportinteressenten kann diese Entscheidung nicht verstehen.
Bei Olympia in Peking gab es positive Dopingproben- Es wird hier ein Ausstieg nicht erwogen. Bei anderen Sportarten gibt es Doping, ein Ausstieg ist auch nicht geplant.
Auch diverse Politiker der Bundesregierung in deren Zuständigkeitsbereich der Sport steht machen kein gutes Bild. Die Forderung der Streichung von Fördermittel für den Radsport, Ausschluss an Teilnahme an den Olympischen Spielen für die Radsportler ist nicht nachvollziehbar. Gilt das auch für Schwimmen, Leichtathletik, u.a. wo positive Doper/Innen vorhanden sind.
Einzig der Radsport wird in Deutschland zum Prügelknaben deklariert.
Mitschuldig an der Misere sind auch die deutschen Sportjournalisten. Wenn sie über Radsportberichten wird ihr Gesichtsfeld auf das Thema „Doping“ focusiert.
Wie sollten sie auch, ohne jegliche Phantasie, über ein Rennen wie die Lombardei Rundfahrt berichten, welches annähernd 250 km durch die herrliche Umgebung um den Comer See und das Hinterland führte - im Gegensatz zur Sportzeitung “Gazella della Sport“ oder „L´Equipe“
Den Deutschen Radsportvereinen, welche im Grunde nun Leidtragende der Entscheidung des ARD/ZDF sind wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als so wie in der Nachkriegszeit wieder von Null an anzufangen.
Ein kleiner Trost verbleibt uns dennoch mit „Eurosport“ steht uns Radsportinteressenten immerhin noch eine Möglichkeit zur Verfügung die großen Rennen mitzuverfolgen.
Hier Berichte von Radsportveranstaltungen - im Vergleich zu Heute
Ein Urteil bleibt jedem selbst überlassen!
aus 1975
11.09.2008
Erstes Erfolgserlebnis für unseren Nachwuchsfahrer Peter Craxton
Kürzlich nahm der 17-jährige Nachwuchsfahrer Peter Craxton am Rennen "Wappen von Pulheim (bei Köln) teil.
Das über 61 km führende Rundstrecken welche durch stürmischen Wind erschwert wurde konnte er, wenngleich abgeschlagen, erfolgreich zu Ende fahren.
Einen weiteren renneinsatz hatte Peter Craxton bei einem Vereinsrennen seines hörenden Vereins-Sturm Hombruch, wo er in einem Ein-Stundenrennen Platz 2 belegte.
30.07.2008
Stefan Zierold (Zwickau) auf seiner imposanten Transalp-MTB Tour
Vom 21.Juli bis 26.Juli 2008 unternahm der gehörlose Radsportler Stefan Zierold eine MTB Tour, welche in 6 Etappen von Imst über Nauders, Tscherms, Tramin, Molveno nach Riva an den Gardasee führte. Zusammen mit 13 Radsportfreunden, darunter auch eine Frau bewältigte er die 434 km lange Distanz mit insgesamt 12 000 Höhenmetern in guter Verfassung und freute sich dass er die schwierige Tour erfolgreich gemeistert hatte.Fotos von seiner Tour sind in der Galerie zu sehen. Stefan feierte übrigens am 30.Juli seine Silberne Hochzeit mit einer 125 km Radtour mit seiner Ehefrau Sabine. Beiden herzliche Glückwünsche und alles Gute für den weiteren gemeinsamen Lebensweg-bonne chance
28.06.2008
Jens Preißner (Halle) Deutscher Gehörlosen Zeitfahrmeister 2008 hatte am 26.Juni einen Trainingsunfall. Er stiess mit einem Auto zusammen und erlitt einen Armbruch und diverse Prellungen. Er wollte am 28.Juni bei der Landesmeisterschaft im Zeitfahren teilnehmen. Durch den Armbruch dürfte er mindestens 8 Wochen Zwangspause machen müssen. Wir wünschen dem mehrfachen Deutschen Zeitfahr- und Straßenmeister eine rasche Genesung.
10.5.2008
MTB Treff am 27.April-Bericht
Getreu nach dem Motto: Neue Ziele braucht der Mensch und ist auch nicht so weit, führte uns die diesjährige MTB Tour in die Nähe von Limburg am Rande vom Taunus. Um das landschaftliche Fazit als Einleitung zu diesem Bericht vorwegzunehmen: Es war eine tolle Strecke mit allem was dazugehört, Trial-Abfahrten - Wurzelpassagen - schwere Steigungen und eine tolle Naturlandschaft. Auf diese Tour machten sich Axel Krennrich, Christian Weiss und Gerald Mielke-Weyel. Axel hat sich diese tolle Strecke von ca. 40 km Länge ausgesucht. Dieses Treffen war das erste dieser Art. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen wir uns noch mal treffen und wieder eine MTB-Tour machen.
Empfehlen kann ich den MTB-Freaks das 3.Lautertal-Bikemarathon 12.Oktober 2008, dort werden sich wohl wieder einige hörgeschädigte MTB'er treffen. Im letzten Jahr nahmen bei diesem MTB-Wettkampf sechs gehörlose MTB-Fahrer teil. Es ist eine sehr tolle und aber auch schwierige Strecke, die 54 km Strecke hat es in sich. Infos unter www.lautertal-bikemarathon.de
Wäre schön wenn sich weitere hörgeschädigte Radfahrer sich melden wurden, egal ob MTB oder Rennradsport.
In dem Sinne, allen noch eine gute Radsasion
Gerald Mielke-Weyel
26.03.2008
Das Leben geht weiter,
Allen Streitigkeiten, Quereleien Ärger und Frust zum Trotzt,
die neue Radsportsaison läuft wieder und hatte mit den Fernfahrten Paris-Nizza, und Tirreno-Adriatica sowie der Classicisma Mailand-San Remo ihre ersten Höhepunkte.
Die Radsportfans können davon ausgehen dass trotzt der Streitigkeiten in den Verbandetagen die traditionellen Rennen wie gehabt über die Bühne laufen werden.
In der nun laufenden Saison haben sich bereits einige neue Gesichter gezeigt, welche man beachten wird. Aber der Weg zur Spitze im Peloton ist lang, denn nicht immer läuft alles glatt. Selbst wenn man sehr talentiert ist, ist man vor Rückschlägen und Auszeiten nicht gefeit. Stürze, Formkrisen, Krankheiten und persönliche Probleme spielen oft auch eine Rolle, wenn ein vermeintlicher neuer Star nicht zu dem wird was man von ihm erwartet.
Die Dopingproblematik wird in den Medien nach und nach durch die Realitäten in den Hintergrund gedrängt. Dem Sport sollte nun wieder vermehrt das Augenmerk der Berichterstattung gelten. Mailand-San Remo mit dem Sieger Fabian Cancellara war ein guter Start in die neue Klassikersaison und die belgischen Klassiker mit der Flandern-Rundfahrt, Paris Roubaix usw. werden dem nichts nachstehen.
Vielleicht erwächst auch eine neue Journalisten-Generation welche spannende Berichte zu diesen Rennen der Öffentlichkeit präsentiert und nicht alles auf Doping fokussiert, wie die deutschen Journalisten - auch wenn deren Argumente nicht von der Hand zu weisen sind. Aber ist ein Journalist, welcher einen Bericht mit heißem Blut, rauchender Zigarrillo im Mund und „geistigem Getränk“ neben dem Laptop nicht auch gedopt? Für eine tolle Story kriegt er Moneten und der beschuldigte Sportler verliert seinen Job. Ist das gerecht? Darüber kann man ewig diskutieren und wird nie zu einer Antwort kommen.
Wenigstens laufen die Rennen und Wettbewerbe nun wie gehabt und wir können uns darüber freuen.
Und auch für die niederen Kathegorien gibt es viele Möglichkeiten selbst aktiv im Radsport teilzunehmen. Straßen- und Rundstreckenrennen, MTB Wettbewerbe, Radtouren-Veranstaltungen u.a. gibt es dieses Jahr wieder en Masse, so dass sicher jeder etwas findet wo man mitmachen kann-im großen oder im kleinen.
Berichte hierzu von hörgeschädigten Sportlerinnen und Sportlern werden gerne entgegengenommen und veröffentlicht!
Allen eine gute und unfallfreie Radsportsaison wünscht das Team von
Nun haben wir das Jahr 2008 und die neue Radsportsaison ist längst angebrochen. Die Globalisierung sorgt dafür dass die Radrennfahrer das ganze Jahr über im Renneinsatz sein können. Ob das gut tut, steht auf einem anderen Blatt.
Für die tradionalistischen europäischen Radsportfans ist die Globalisierung des Radsports ohne besonderes Interesse. Hier gelten nur die traditionellen Veranstaltungen, wie sie aus vielen Jahren gewachsen sind. Eine Pro-Tour Wertung ohne Mailand-San Remo, ohne Paris Roubaix, ohne Flandern Rundfahrt, Giro d´Italia und Tour de France, das interessiert keinen eingefleischten europäischen Radsportfan. Diese Supporters werden zu diesen Rennen-auch ohne Pro-Tour-Status zu Hunderttausenden an den Rennstrecken aufkreuzen und die Fahrer und ihre Helden anspornen.
Das Problem sind die Leute in der Hierarchie. Es ist ein Kampf um Macht und um Moneten. Zu Lasten der Sportler!
Aber lassen wir uns den Spass nicht verderben und uns an den Leistungen der Fahrer erfreuen. Es werden viele neue Namen kommen, Fixsterne am Radsport-Horizont. Bis sich neue Radsport-Napoleons herauskristallisieren, welche die Pelotons kontrolieren, wie einst Armstrong, Indurain, Hinault, Anquetil, Bobet usw. wird es in der Nachfolge der Dopingskandale wohl eine Weile dauern, bis ein neuer Machthaber das Zepter übernehmen wird.
Ein großes Problem für den Radsport ist auch die Berichterstattung in den Medien. Unfähige Berichterstatter nehmen sich das Thema zur Brust, Schneiden sich hier und da eine Scheibe ab und verfassen dann entsprechende nagativ angehauchte Berichte- es ist halt „In“.
Mit wieviel Tassen Kaffee, Cognac, Zigarreten und sonstigen Stimulatoren sie die Berichte verfasst haben, prüft kein Dopingkontrolleur.
In Europa bei den Radsport-Tradidionalisten geht trotz der Globalisierung alles wie immer seinen gewohnten Gang. Mit dem Grand Prix Marsaillaise, der Etoille de Besseges und so weiter fahren sich die Pedaleure warm auf die ersten Höhepunkte wie Paris-Nizza, Tirreno-Adriadica, und der Classicisma Mailand-San Remo .
Freuen wir uns trotzt aller negativen Berichterstattungen. Der Radsport wird es überleben Und uns neue Champions bringen.
gp.
Sportfest Mannheim wirft Schatten voraus
Vom 21.-25.Mai 2008 findet das 22 Deutsche Gehörlosen Sportfest in Mannheim statt.
Wie bei den letzten Sportfesten soll auch hier wieder der Radsport mit von der Partie sein.
Neben den Straßenmeisterschaften (Rennrad) im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen auf einer Rundstrecke ist daran gedacht auch einen Wettbewerb für Mountain Biker durchzuführen.Dies kann jedoch nur möglich sein, wenn sich bis zum 31.Dezember mindestens 10 interessierte MTB Sportler anmelden. Wenn ausreichend Anmeldungen eingehen, wird es als erste DGS-Mountein Bike-Meisterschaft ausgerichtet. Klasseneinteilung: Männer (versch. Altersklassen) Frauen (versch. Altersklassen)
Das DGS Sportfest in Mannheim dürfte angesichts der guten Vorbereitungen einen guten Verlauf nehmen und vielleicht könnte es dort erstmals zu einem großen Treffen gehörloser Radsportler aus dem Bereich Rennrad, MTB und Triathlon kommen.
Tradition ist es im Radsport, dass die Lombardei Rundfahrt den offiziellen Schlusspunkt der Strassensaison markiert. So auch dieses Jahr 2007, wo die Rundfahrt am Samstag 20.Oktober stattfand. Von Varese nach Como führte die 246 km Strecke und mit Damiano Cunego hatte die Rundfahrt einen mehr als würdigen Sieger, allen Medienberichten bezüglich Doping-Geschichten zum Trotzt. Zig-Tausende Radsportfans standen entlang den Schlüsselstellen Spalier und feierten ihre Radhelden. Und wir gehörlose Radsportler?
Hat jemand das Rennen im Eurosport verfolgt? Kennt jemand einen Teil der Rennstrecke? Besonders Madonna Gishallo, das Wallfahrtsheiligtum der Radrennfahrer?. Vor 4 Jahren waren 4 wackere gehörlose Radsportler zu einer Fete am Comer See. Dort unternahmen sie u.a Touren aufs Maloja Joch und zur Wallfahrtskapelle der Radfahrer, der Madonna Gishallo. Es war ein einmaliges und Erinnerungsbleibendes Erlebnis.
In diesem Jahr wurde die Berichterstattung in den Medien über Radsport zum größten Teil auf Doping focussiert.
Wenn man es genauer betrachtet, ist es eigentlich auch ein Problem der Medien und der Berichterstatter und weniger ein Problem der Sportler.
Bereits Henrie Pellisier ein berühmter französischer Radrennfahrer sagte nach seiner Aufgabe auf einer Etappe der Tour de France: Eines Tages werden uns die Herren noch mit Blei vollstopfen um zu beweisen dass Gott den Menschen zu leicht erschaffen hat.
Also jammern wir nicht, der Radsport wird es überleben, es werden neue fähige Berichterstatter kommen, welche uns und die Jugend wieder mit dem Rennfahrerbazillus infizieren können.
Und für gehörlose und hörgeschädigte Radsportler wird es auch in den nächsten Jahren Treffen und Wettkämpfe geben.
Einstweilen macht es wie die Profis, 4 bis 6 Wochen Pause vom Rennrad und dann ein neues Beginnen.
GP.
11.10.2007
Gehörlose Mountainbiker schlagen sich tapfer im Löwensteiner Gebirge
Zum zweiten Mal fand am 07.10.07 ein MTB-Marathon in Spiegelberg ( bei Heilbronn ) im Löwensteiner Gebirge statt. An diesem Event nahmen auch 6 Gehörlose MTB teil. Bei besten MTB Wetter gingen die Teilnehmer auf den schweren 27 km Rundkurs, der von allen beteiligten 2x mal zu fahren war.
Der Kurs war technisch schwer zu fahren, gefährliche Abfahrten, Wurzelpassagen, Laufwege und aus diesem Grund gab es auch viele Sturze.
Fast 600 Teilnehmer haben teilgenommen, ca. 150 MTB haben aufgegeben.
Frank, Markus - Frucht, Andreas und Gastgeb, Klaus müssten aus technischen Gründen aufgeben.
Ins Ziel gekommen sind
Andreas Rüger Endzeit: 3:52 Std Platz 401
Frank Hoffmann Endzeit: 3:26 Std Platz 165
Gerald Mielke-Weyel Endzeit: 3:13 Std Platz 129
Auch wir wurden von Stürzen nicht versschont, G. Mielke-Weyel fuhr trotz schweren Sturz in Runde eins weiter, ebenso Frank Hoffmann.
Die Folgen vom Sturz waren Rippe gebrochen bei Frank Hoffmann und starke Prellung an der Schulter bei Gerald Mielke-Weyel.
Nach dem Rennen traf man sich dann in gemütlicher Runde wieder und jeder erzählte von den Erlebnissen des Rennens.
Nächstes Jahr wollen sich die gehörlosen MTB wieder bei diesem Rennen treffen, weitere Infos vom Rennen kann man unter www.lautertal-bikemarathon.de erlesen.
Mit MTB`lichen Grüßen
Gerald Mielke-Weyel
09.10.2007
Lautertal-Bike-Marathon
Am Sonntag, 7.Oktober 2007 fand in Lautertal (Baden-Württemberg) ein MTB-Wettbewerb statt.
Daran haben sich 6 gehörlose/hörgeschädigte Radsportler beteiligt.
Es ist zu hoffen dass von einem der Teilnehmer ein Bericht und Fotos kommen um die Interessenten über die Veranstaltung zu informieren
Sobald Bericht und Fotos vorliegen wird dies hier zu sehen sein.
Die gehörlosen Radsportler treffen sich -seit vielen Jahren- jedes Jahr mindestens 3 Mal. Neben der DG-Radmeisterschaft entweder bei einem weiteren Wettkampf oder bei Trainingstreffs.
Der neue Fachwart Gerald Mielke-Weyel ludnach dem Trainingstreff im April, der DG Radmeisterschaft in Juni nun zu einem Jahresabschlusstreffen nach Trier für den 21.-23.September ein.
Überaus erfreulich dass sich hierzu neben den alten Hasen auch neue Leute angemeldet haben, welche sich nach kurzer Beschnupperung schnell in die Gruppe integrierten und sich sehr wohl fühlten. Mit dabei war auch der hörende Radsportbetreuer und Mechaniker Lothar Schoor, welcher die Gruppe bei ihren Trainingsfahrten im Begleitfahrzeug begleitete um eventuelle Radschäden oder Probleme zu bereinigen. Damit scheint es für die Radsportler einen Hoffnungsschimmer auf wieder bessere Zeiten zu geben und weiterer Zugang kann erwartet werden. Zumal die Radsportler nun auch eine eigene Webseite aufgemacht haben wo sie für ihren Sport werben können (www.deaf-radsport.npage.de)
Die Radsportler hatten ihr Domizil in denÜbernachtungszimmern der Kath. Gehörlosen Gemeinde Trier, wofür besonders Norbert Herres Dank gebührt welcher dies ermöglichte.
Die Gruppe absolvierte am Samstag 22.9. eine 110 km Trainingseinheit im Grundlagenausdauerbereich. Die Strecke führte über verkehrsarme gut ausgebaute Strassen auf welligem Terrain zum Teil durch Luxemburg. Nach 70 km wurde eine Vesperpause in Junglister (Luxemburg) eingelegt, wo wir in einem netten Straßencafe bei einer bildhübschen Servierdame Pizza, Spaghetti und Getränke bestellten und fachsimpelten.
Abends nach Rückkehr zeigte uns der Trierer Radsportler Bernard Cotinaut die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Triers, bevor wir uns in einem netten italienischen Lokal die Kalorien auffüllten.
Am Sonntag stand dann noch eine 70 km Flüsse-Runde auf dem Programm, wobei auch ein Leistungstest nach ca. 25 km absolviert wurde. Hier war man besonders gespannt welche Zeiten die Teilnehmer auf einer 4 km Strecke schaffen würden. Schnellster war mit 6.-15 Minuten Holger Kleffuss (GSV Neuwied), welcher seine ersten Gehversuche im Gehörlosen Radsport machte. Der 16-jährige Nachwuchsfahrer Peter Craxton (GSC Bonn)schaffte mit 6.21 min die zweitschnellste Zeit vor Jürgen Zahn (Stuttgart)
Unser Radführer Bernard Cotinaut führte uns dann auf dem Rückweg noch durch die malerische Grenzstadt Thionville wo wir uns am „Canale-Grande“ einen Umtrunk genehmigten um dann in flotter Fahrt die Tour zu beendigen.
Fachwart Gerald Mielke bedankte sich zum Abschluss bei allen Teilnehmern und äußerte den Wunsch dass es auch im kommenden Jahr mit dem Radsport positiv weitergehen möchte und informierte über bereits geplante Termine, wie das Frühjahrstreffen im April in Landshut (mit Rennen), das Deutsche Gehörlosen Sportfest in Mannheim Ende Mai, die Radsport Europameisterschaft in Verona Ende Mai usw.
In guter Harmonie verabschiedeten sich die Teilnehmer und zeigten sich sehr erfreut über den guten Verlauf dieses Radsport-Treffens. gp.
Trainingstreff in der Römerstadt Trier
24.09.2007
Ein sonniges Wochenende erlebten die Teilnehmer am Radsport-Trainingstreff der DGS-Sparte Radsport vom 21.-23.September 2007 in Trier.In der Römerstadt trafen sich 8 Pedaleure und absolvierten bei herrlichem Spätsommerwetter 2 gemeinsame Trainingsfahrten über insgesamt 180 km.
Daneben wurde die Planung für das kommende Sportjahr 2008 besprochen, wo es mit dem DGS-Sportfest in Mannheim und der Radsport-Europameisterschaft in Verona/Italien 2 herausragende Veranstaltungen geben wird.
Ob deutsche Radsportler an der Europameisterschaft in Verona Ende Mai 2008 mit von der Partie sein werden, steht allerdings noch in den Sternen
Anbei Fotos vom Trainingstreff. Die Teilnehmer waren:
Gerald Mielke-Weyel (DGS-Fachwart Radsport), Bernard Cotinaut, Frank Krämer, Oswald Zowala, Jürgen Zahn, Holger Kleefuss, Peter Craxton, Gottfried Paulus und als Betreuer Lothar Schoor